12-Kampf Lübeck goes Handball – klingt doch zunächst nach einem einfach auszurichtenden Event. So wurde alles sorgfältig organisiert. Die erfahrenen Handballer / -innen, Svenja, Dawid und Marco, wurden als Schiedsrichter angefragt, in dem Wissen, dass es aufgrund des Ehrgeizes und der zu erwartenden robusten Spielweise sicherlich auch zu Unstimmigkeiten kommen wird. Letztlich stellte sich heraus, dass die größte Herausforderung die Halle selbst sein sollte.

Es war einfach in Lübeck und näherer Umgebung keine Sporthalle frei. Aus diesem Grund wurde entschieden, auf die Soccer-Halle in Bad Schwartau auszuweichen. Nun hat diese auf Fussball ausgerichtete Halle aber keine Handballtore. Frei nach „nichts ist unmöglich – 12-Kampf Lübeck“, machten sich The Mole und Das Tier auf den Weg in den Baumarkt, eine Möglichkeit zu finden, ein 4m breites Tor auf 3m Breite zu begrenzen. Die Lösung war ein massiver Holzpfosten, der oben an der Latte des Tores durch einen Winkel fixiert werden sollte. Unten wurde ein ebenfalls massiver Balken ins Tor hineinragend befestigt, der garantierte, dass der Pfosten starr seinen Dienst verrichtete. Optisch sah das Werk wie ein umgedrehter Galgen aus. Ein letzter erfolgreicher Test in der Halle und los konnte es gehen.

Die Heimwerkerkönige des 12K-HL: The Mole und Das Tier

Das Event selbst bestand aus 3 Disziplinen:

  1. Parcours prellen
  2. 7m – Werfen
  3. Teammodus

 

Schon im 1. Event, in dem es darum ging, einen Handball durch einen Parcours zu prellen, wurde viel darüber diskutiert, wie genau der Handball geführt werden dürfe. Für jeden Fehler, den ein 12-Kämpfer während des Parcours gemacht hat, gab es eine Zeitstrafe. Fehler waren neben dem Berühren der aufgestellten Stangen auch das eher basketballmässige Führen des Balles. Dies wurde zum Teil sehr streng ausgelegt, was wiederum nicht allen gefiel. Nichts desto trotz bekamen wir hier filigranes zu sehen. Gerade auch von den 12-Kämpfern die angaben, nicht besonders talentiert oder gehandicapt zu sein. So haben diejenigen proportional besser abgeschnitten, die nur mit einer Hand durch den Parcours geprellt haben, als diejenigen, die durch den Wechsel der Führungshand schneller sein wollten, sich aber Strafen eher einhandelten durch inkorrektes Führen des Balles. Es zeigte sich auch mal wieder, dass man niemanden zu keiner Zeit unterschätzen darf.

Rocket kam als Schnellster ins Ziel, Tammo und Bär folgten auf Platz 2 und 3.

Nun ging es zum 2.Event, dem 7m-Werfen. Durch ein ausgeklügeltes Regelwerk wurde versucht, Doppelplatzierungen zu vermeiden. So durfte jeder 12-Kämper einerseits werfen, musst aber auch andererseits auch ins Tor. Jeder Treffer wurde belohnt, aber eben auch ein gehaltener Elfmeter. Die Schiedsrichter achteten wieder sehr genau auf die richtige Fußstellung, was bei einigen zu Fehlversuchen führte. Auch hier zeigte sich, wie wuchtig einige werfen können. So war z.B. Rockets Wurf schon nach seinem Probewurf beim Einwerfen gefürchtet. Aber Kraft ist nicht alles. Laxer und The Mole warfen sehr genau und machten es den jeweiligen Torhütern ebenfalls alles andere als leicht, zu parieren. Und genau aus diesem Grund gab es mit den drei Ebengenannten drei Erstplatzierte. Auf Platz 2 folgte Das Tier, Platz 3 sicherten sich Eluffo und Bär.

Nach dem 7m Werfen ging es ans Eingemachte – dem Teammodus! Die Mannschaften wurden immer wieder neu ausgelost und es entstanden jedes Mal unterschiedliche Teams. Ein Spiel dauerte 7 Minuten und sollte uns mit der Zeit an unsere konditionellen Grenzen führen. Der Ehrgeiz war in jedem Spiel spürbar. Dies merkten auch die Schiedsrichter, die sich immer wieder Gehör verschaffen und teilweise auch schlichten mussten. Wir merkten alle, dass Handball ein echt harter Sport mit viel Körperkontakt ist. Am Kreis war Eluffo sehr stark und nur schwer zu halten. Immer wieder verwertete er die Anspiele und traf für sein Team. Aus dem Rückraum trafen Rocket, The Mole und immer mal wieder Markolo. Die aus dem Spiel heraus gepfiffenen 7m verwertete Laxer allesamt und leistete sich keinen Fehlwurf. Damn-oh und Pill (formerly known as Tammo und Kay) zeichneten sich als hervorragende Teamplayer aus und leisteten sich kaum Fehlpässe. Laxer und Das Tier brachten mit Ihren Paraden immer wieder die Schützen zum Verzweifeln.

 

Markolo unterlag nur knapp Rocket nach dem Stechen

Nach 9 x 7 Minuten gab es ein Ergebnis. Markolo entschied den Teammodus deutlich vor The Mole. Laxer und Bär teilten sich Platz 3.

Am Ende stellte sich heraus, dass es noch zwei Platzierungsstechen geben würde. Zum einen durften sich Bär und The Mole um den 3. Platz beim 7m – Werfen messen. Nach mehreren Treffern scheiterte The Mole schließlich am „bärenstarken“ Bär, der damit den 3. Platz sichern konnte.

Im finalen Stechen um Platz 1 mussten Markolo und Rocket ran. Hier konnte sich schließlich Rocket durchsetzen, der damit das Event Handball gewinnen konnte.

 

Die Platzierungen im Einzelnen wie folgt:

  1. Rocket
  2. Markolo
  3. Bär
  4. The Mole
  5. Laxer
  6. Eluffo
  7. Damn-oh
  8. Das Tier
  9. Pille

 

Abschließend möchte sich der 12-Kampf Lübeck vor allem bei dem Schiedsrichtergespann um Dawid und Marco, und der Protokollführerin Svenja, bedanken. Dank Ihres klaren und besonnenen Auftretens haben Sie das Event zu einem echten Erfolg werden lassen und die Spiele stets im Griff gehabt.