Ausrichter: Mikka (ehem. El Padrino)

Datum: Mi., 11. Februar 2015

Beginn: 18:30

Ort: Soccerhalle

Bericht: <link>

Ergebnis:



Regeln:

 Unbedingt an den Mundschutz denken!

 


Regelwerk Feldhockey

Spielidee:

  • Die Grundidee und Regeln des Hockeys sind dem Fußball ähnlich. Ziel des Spiels ist es, die circa 160 Gramm schwere Kunststoffkugel im gegnerischen Tor unterzubringen.

 

  • Feldhockey ist ein Mannschaftssport. Dem für den 12-Kampf gerecht zu werden, ist anspruchsvoll. Daher wurde zwei Modi entwickelt, die am Abend allen Anwesenden zur Wahl gestellt werden. Modus A) ist auf den Mannschaftssport ausgerichtet. Modus B) versucht einen Mix zwischen Einzelkampf und Mannschaftssport.

 

  • Modus A:
    • Es werden möglichst viele Matches zwischen zwei gleichgroßen Teams ausgeführt. Größe der Teams wird durch die Anzahl der 12-Kämpfer an dem Abend bestimmt. Die Teams ändern nach jedem Match ihre Zusammensetzung so, dass etwa eine Gleichverteilung entsteht, wer wie oft mit und gegen wen.
    • Nach dem Match nimmt jeder Spieler sein Spielerergebnis mit. Es entspricht dem Ergebnis, dass er mit seinem Team erzielt hat. Die Summe seiner Spielerergebnisse ergbit sein Wettkampfergebnis.
  • Modus B:
    • Es werden drei technische Übungen durchgeführt (Slalom, Sprint, Toreschießen), die auf Zeit bewertet werden. Sie gehen zu 45% in die Wertung ein.
    • Eine verkürzte Variante von Modus A. Geht zu 55% in die Wertung ein.

 

 


Das Spielfeld

Das Spielfeld entspricht einer Spielfeldparzelle in der Soccerhalle. Das Tor ist im Fußballtor, aber kleiner und vor allem niedriger. Vor dem Tor befindet sich eine markierte „verbotene“ Zone, die nicht betreten werden darf, um ein Blockieren es Tors durch einen Spieler zu verhindern. Von der Idee wird nämlich ohne Torwart gespielt.

An den Banden darf weiter gespielt werden. Außer der Ball überfliegt die Band. Das ist mit höchster Anstrengung zu vermeiden, da dieses Spielzeitverlust und Verletzungsrisiko bedeutet. Der Ball wird von der Mannschaft wieder in Spiel gebracht, die den Ball zuletzt nicht berührt hat. Der Ball wird dazu an die Stelle gelegt, wo er das Feld verlassen hat und per Freistoß weiter gespielt. Dabei – und bei anderen Freistößen – muss der Gegner einen Abstand von zwei großen Schritt halten.

 

Der Schläger

Der gekrümmte Hockeyschläger (aus Kunststoff oder Holz - meist mit Kohlefaser verstärkt) ist 340-794 Gramm schwer und je nach Größe des Spielers bis 95 cm lang. Wie unsere Schläger an dem Abend exakt ausfallen, hängt davon ab, welches Material uns geliehen werden kann.

Die am unteren Ende befindliche Keule ist auf der einen Seite gewölbt, auf der anderen abgeflacht. Die Hockeykugel darf nur mit der flachen Seite gespielt werden. Ein beidseitiges Benutzen des Schlägers - so, wie man das zum Beispiel vom Eishockey her kennt -  ist im Feldhockey verboten. Das bringt für den Hockeysportler die motorische Herausforderung mit sich, dass der Schläger - je nachdem, ob man sich auf der Vor- oder Rückhandseite befindet, in der Längsachse ständig gedreht werden muss. Wird der Ball mit der anderen Seite berührt ist das ein Foul und wird mit Freistoß geahndet.

 

Die Mannschaft (für Modus A und den Mannschaftsanteil in B)

Größe der Teams wird durch die Anzahl der 12-Kämpfer an dem Abend bestimmt. Wahrscheinliche Teamgröße ist 5. Bei mehr als 10 Spielern, bleibt es bei 5 aktiven Feldspielern und die Mannschaften erhalten einen Auswechselspieler. Es kann passieren, dass nur ein Team einen Auswechselspieler hat. Gewechselt werden kann dann so oft das Team es wünscht.

Die Teams ändern nach jedem Match ihre Zusammensetzung. Jeder Spieler erhält per Los an dem Abend eine Spielernummer (Spieler 1, Spieler 2, …). Es werden die 10 (Modus B: 6) Partien vorab so festgelegt, dass möglichst gleich jeder gegen und mit jedem 12-Kämpfer spielt.

Die Mannschaften erhalten Leibchen zur Unterscheidung.

 

Der Schiedsrichter

Geleitet werden die Matches von einem Schiedsrichter, der auf dem Feld steht und auf Fehler und Fouls achtet. Für rohes und gefährliches Spiel können Zeitstrafen zwischen drei Minuten (Gelbe Karte) und Platzverweis (Rote Karte) ausgesprochen werden. Der erste Platzverweis für einen Spieler zieht einen individuellen Punktabzug, sowie ein ernstes Gespräche mit dem Präsidenten nach sich. Der zweite Platzverweis bedeutet auch einen individuellen Punktabzug und führt ohne Gespräch zum Ausschluss für den Rest des Abends. Gesundheit ist unser oberstes Gebot.

Dem Schiedsrichter ist Folge zu leisten. Abweichende, eigene Ansichten dürfen kurz und sachlich einmalig vorgetragen werden. Die erste Antwort des Schiedsrichters darauf ist die einzige Antwort und gültig.

 

Das Spiel

Dauer

Die Spieldauer ist 8 Minuten. Dann gibt es max. 4 Minuten Pause, Ergebnissicherung, Bekanntgabe der nächsten Zusammensetzung und Leibchen wechseln. Das entspricht in 2 h 10 Spielzeiten. (Modus B hat nur 6 Begegnungen). Es wird angestrebt diese auch so durchzuführen. Das zehnte Spiel wird möglichst zu Ende gespielt. Ist der Veranstalter damit nicht einverstanden wird es gekippt.

Es gibt keine Halbzeiten.

Es gibt keine Zeitunterbrechung im Spiel. Das Erkennen und Mutmaßen von Spielverzögerung ist Ermessenssache des Schiedsrichters, genau wie die Möglichkeit ein solches Verhalten anzumahnen. Die Spielverzögerung wird mit Gelber Karte und Freistoß geahndet.

Start

Die Teams sind im Spiel 1 per Los und in den folgenden Spielen per „Spielematrix“ festgelegt. Dort sind Heim und Gast festgelegt. Team Heim hat automatisch den Münzwurf gewonnen, darf also wählen, ob Ball oder Seite. Anstoß erfolgt im Mittelkreis.

 

Die Technik und einfache Verstöße

Die Hockeykugel darf nur mit dem Hockeyschläger bewegt aber – da Hallenfeldhockey - nie geschlagen werden. Als Indiz für den Schlag gilt die Ausholbewegung.

Einen Torwart gibt es nicht. Daher darf die Kugel auch nicht mit den Füßen und dem Körper berührt werden. Im Gegensatz zum Fußball ist beim Hockey das Abdecken der Kugel mit dem eigenen Körper (Sperren) dem Gegner gegenüber verboten. Die Hockeykugel muss beiden Parteien jederzeit zugänglich sein. Um ein gültiges Tor zu erzielen, muss ein Spieler des angreifenden Teams die Kugel im Schusskreise (in der Soccerhalle wird das Strafraum sein) berührt haben. Begeht die verteidigende Mannschaft innerhalb des Strafraums einen Regelverstoß wie Sperren oder Körperspiel zum Beispiel mit dem Fuß, so wird eine Strafecke verhängt. Diese kann auch bei absichtlichen Regelverstößen innerhalb der Verteidigungshälfte ausgesprochen werden.

Wird durch einen leichten Regelverstoß (zum Beispiel Körper oder Fuß auf der Torlinie) oder einen schweren Regelverstoß (absichtliches Foul) ein sicheres Tor verhindert, ahnden die Schiedsrichter dies mit einem „Penalty“. Der Penalty wird als Fernschuss vom Mittelpunkt ausgeführt. Auch dabei gibt es keinen Torwart.

 

Tor

Ein Tor ist erzielt, wenn der Ball die Torlinie zwischen den Torpfosten unterhalb der Querlatte vollständig überschritten hat und zuvor im Schusskreis von einem Angreifer gespielt oder berührt worden ist, ohne dass er danach den Schusskreis verlassen hat. (Ausnahme Penalty).

 

Hierbei ist es unerheblich, ob der Ball von einem Abwehrspieler gespielt oder von seinem Körper berührt worden ist, bevor oder nachdem der Ball innerhalb des Schusskreises von einem Angreifer gespielt worden ist.

 


Handhabung und Verbote

Da Feldhockey nicht ungefährlich ist, eine Reihe von wichtigen Einschränkungen im Verhalten:

 

  • Spieler auf dem Spielfeld dürfen ohne ihren Stock in der Hand nicht in das Spiel eingreifen oder daran teilnehmen und diesen nicht in gefährlicher Art und Weise benutzen.
  • Sie dürfen den Stock nicht über Hüfthöhe heben.  Zur Klarheit wird empfohlen, den Schläger nicht über Kniehöhe zu führen.
  • Spielern ist es verboten, auf einen anderen Spieler, dessen Stock oder Kleidung durch Schlagen, Haken, Festhalten, Stoßen oder Anfassen einzuwirken.
  • Spielern ist es verboten, andere Spieler einzuschüchtern oder zu bedrohen.
  • Spielern ist es verboten, den Ball mit der runden Seite des Stocks spielen
  • Spieler dürfen den Ball nicht gefährlich oder so spielen, dass dies zu gefährlichem Spiel führt
  • Spieler dürfen den Ball nicht absichtlich hoch schlagen. Ein leichtes Schlenzen zum Torschuss sei erlaubt.
  • Feldspieler dürfen den Ball mit keinem Körperteil anhalten, kicken, vorwärts bewegen, aufnehmen, werfen oder tragen.
  • Spieler dürfen keinen Gegenspieler behindern, der versucht, den Ball zu spielen.
  • Zur Verdeutlichung von „behindern“ folgendes: Spieler behindern, wenn sie:
    • sich rückwärts in einen Gegenspieler bewegen;
    • körperlich auf den Stock oder den Körper eines Gegenspielers einwirken;
    • den Ball mit ihrem Stock oder irgendeinem Körperteil vor einem erlaubten Angriff abschirmen.

 

Die Strafecke

Auf Strafecken wird nach Rücksprache mit dem Hockey Club Phönix in der Halle verzichtet. Statt Strafecke erfolgt ein Freistoß außerhalb des Strafraums. Die Stelle des Freistoße legt die Freistoßende Mannschaft fest.

 

Die Ausrüstung

  • Mundschutz: dringend empfohlen.
  • Schienbeinschoner: dringend empfohlen.
  • Handschuhe: es ist erlaubt, Schutzhandschuhe zu tragen, die die natürliche Größe der Hände nicht bedeutend vergrößern;
  • Schutzbrille: ok.
  • Helm: verboten
  • Schuhe: gem. Vorgaben Soccerhalle. Keine Stollenschuhe.
  • Schläger: Hockeyschläger (s.o.) werden gestellt. Ein Mitbringen eigener Schläger ist gestattet und gerne gesehen.
  • Kugel: wird gestellt.
  • Sonstige Bekleidung: Sport. Spieler dürfen keine Ausrüstung oder Gegenstände tragen, durch die andere Spieler gefährdet werden können

 


Modus B - Individualanteil

Dieser Passus wird komplett gestrichen, falls sich die Anwesenden an dem Abend für Modus A entscheiden.

Vor dem Mannschaftsanteil sollen 40 Minuten individual Wertung erfolgen. Dazu gibt es drei Einzelwertungen: Slalom, Sprint und Tore schießen.

 

1 – Slalom: Zwei Hütchen Parcours von ca. 10 m Länge sind aufgebaut. Zwei Spieler müssen parallel den Ball regelkonform (s.o.) um die Hütchen führen. Kein Hütchen darf ausgelassen werden. Der Parcours muss in einem Zug zweimal hin- und zurück abgelaufen werden. Es zählt die Zeit. Die Zeit wird gestoppt, wenn die Ziellinie überschritten wurde.

Auslassen eines Hütchens ist nicht erlaubt. Der Spieler wird von seinem Schiedsrichter sofort aufgefordert zu der Stelle zurückzukehren, wo die Abweichung erkannt wurde. Das alles geschieht zu Lasten der Zeit und mit ebenfalls regelkonformer Schlägerführung.

Berühren der Hütchen ist okay. Parcoursverändernd verschobene oder umgeschmissene Hütchen müssen während des Slaloms wieder aufgestellt, korrigiert werden. Das geschieht zu Lasten der Zeit und auf Aufforderung des Schiedsrichters.

Die Startfolge wird gelost.

Gewertet wird die Zeit.

Wertungsanteil: 15%.

 

2 – Sprint: Vier Ecken des Felds werden abgesteckt. Der Spieler muss im Sprint mit Schläger und Kugel alle vier Hütchen umlaufen. Der Ball muss auf der Laufseite mitgeführt werden. Er kann dabei beliebig weit vorgespielt werden. Es zählt die Zeit.

Gleichzeitig umläuft ein zweiter Spieler der Parcours für seinen eigene Wertung in umgekehrter Folgen und gleichen Regeln. Die Spieler werden sich also begegnen. Es ist verboten den Ball des Gegners zu berühren. Die Spieler sollten den Moment der Begegnung in eignen  Sinne und gem. der allgemeingültigen „Handhabung und Verbote“ (s.o.) regeln.

Die Startfolge ist + 5 versetzt zu 1 - Slalom.

Gewertet wird die Zeit.

Wertungsanteil: 15%.

 

3 –Tore schießen:  Aufbau wie Sprint. An vier Stellen muss nun zusätzlich ein Tor mit dem eigenen Ball erzielt werden. Dazu steht dort ein kleines Tor (Größe Bierkasten). Der Spieler kann beliebig nah an das Tor gehen. Darf aber erst weiter, wenn der Schiedsrichter das Tor „gegeben“ hat. Die Kugel darf nicht in die Hand genommen werden.

Ebenfalls umläuft ein zweiter Spieler den Parcours.

Die Startfolge ist + 5 versetzt zu 2 - Sprint.

Gewertet wird die Zeit.

Wertungsanteil: 15%.

 

Die Wertung (Nur für Modus A und Mannschaftsteil B)

Die Wertung erfolgt analog zur Fußballbundesliga. Sieg = 3 Punkte, Unentschieden 1 Punkt; Tordifferenz vor Anzahl erzielter Tore. Sollten zwei Spieler gleich sein, gibt es einen „Balanceakt“ als Stechen. Der Ball muss auf der geraden Seite des Schlägers „getitscht“ werden. Wer das öfter geschafft hat, siegt. Den Beginner ermittelt das Los.

 

Die Gesamtwertung

Wird Modus A gewählt ist die Wertung mit obigen Schritt abgeschlossen. Wird Modus B gewählt, so gehen die Einzelergebnisse mit je 15 % und das Mannschaftsergebnis mit 55% in die Wertung ein. Stechen bleibt wie oben.



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